Schrein mit dem Reliquiar der Heiligen Hildegard.
Hildegardweg

Binger und Rüdesheimer Hildegardweg: Zum Schrein mit dem Gebein (Teil 9/9)

„Und? Haben Sie irgendeine Verbindung zu Hildegard?“, frage ich meine Tischnachbarin im asiatischen Bistro in Bingen arglos. Beim Plaudern über das erste Gemüsegericht in 9 Tagen hat sich herausgestellt, dass die Mitt-60-Jährige eine gebürtige Bingerin auf Heimaturlaub ist.

Sie lächelt verschmitzt. „Ich war auf der Hildegardisschule“, antwortet sie, als wäre damit alles gesagt. Die Kreuzschwestern – ein Orden, der sich an Hildegard anlehnt – würden die Mädchenschule noch heute leiten und Hildegard wäre ständig Thema gewesen. „Aber sie haben es geschafft, Hildegards Lehren sehr zeitgemäß zu vermitteln“, ergänzt sie.

Wahlpflichtfach Garten

Blick auf Mäuseturm und Burgruine Ehrenfels aus dem Mäuseturmpark in Bingerbrück.Eines ihrer Wahlfächer in der 9. und 10. Klasse sei „Garten“ gewesen. „Da haben wir gelernt, wie man einen Garten nach den Empfehlungen von Hildegard sinnvoll gestaltet.“ Denn nicht alles gedeihe gut zusammen in einem Beet. Bis heute halte sie sich an diese Regeln.

Auch kochen würde sie in Teilen nach Hildegard-Rezepten. „Wobei man muss da sehr aufpassen“, warnt sie. „Manche Tipps können nicht von Hildegard sein. Tomate und Kartoffel zum Beispiel gab es im 12. Jahrhundert noch gar nicht in Europa.“

Ich erzähle von meinem Weg und dass ich nun auf den letzten Metern zum Schrein in der Wallfahrtskirche in Rüdesheim-Eibingen bin. Der krönende Abschluss einer jeden Pilgerreise ist schließlich die Ankunft bei den Reliquien der verehrten Heiligen.

„Oh, da mussten wir jedes Jahr am Hildegardtag hinpilgern“, erinnert sich meine Gesprächspartnerin. Bei den Schülern sei das Wandern schon damals nicht besonders populär gewesen und der 17. September, der Todestag von Hildegard, zwar unterrichtsfrei aber nervig.

Die namensgebende Stadt

Frühstück mit Panorama in der Jugendherberge Bingen.Ich bin in Bingen angekommen. Gefühlt gibt es hier an jeder Ecke Hildegard-Produkte, Hildegard-Informationspunkte und Hildegard-Attraktionen. Spätestens seit der Heiligsprechung durch den (deutschen) Papst Benedikt XVI im Jahr 2012 hat die Stadt einiges für die Würdigung ihrer berühmten Einwohnerin getan.

Unter anderem gibt es jetzt einen kleinen Hildegard-Rundweg von gut 5 Kilometern Länge. Ein netter Stadtspaziergang mit Lebensstationen der Hildegard und anderen Sehenswürdigkeiten aus historischer Zeit. Beginn ist am Museum am Strom in Bahnhofsnähe, Ende in Bingerbrück in der Nähe der Jugendherberge.

Der Plan: Bingen und Rüdesheim

Park am Mäuseturm in Bingerbrück.Mein Plan für heute: Die wichtigsten Wirkungsstätten der Hildegard in Bingen begutachten und dann mit der Fähre übersetzen zum Rüdesheimer Hildegardweg, der zur Wallfahrtskirche und Abtei am anderen Ufer führt. Im Pilgerbuch sind dies die beiden Etappen 9 und 10. Ich mache 9 daraus. Ist eine Glückszahl. 😉

Weil ich am westlichen Ende von Bingerbrück abgestiegen bin, zäume ich das Pferd in Bingen von hinten auf. In der Jugendherberge gibt es einen kleinen Faltplan und frohgemut begebe ich mich nach einem üppigen Frühstück mit Aussicht auf die Schnitzeljagd durch Bingen.

Der Park am Mäuseturm wird als einer der Stopps vorgeschlagen und auch wenn er nichts mit Hildegard zu tun hat, starte ich hier, um wenigstens eine Minimaldosis Natur abzufassen.

Die Anlage wurde – wie das gesamte Rheinufer in Bingen – im Rahmen der Landesgartenschau 2008 komplett neu angelegt und ist jetzt ein hübsches Naherholungsgebiet mitten in der Stadt. Als Schlusspunkt eines Rundgangs macht er durchaus Sinn.

Hildegard-Gedächtniskirche

Hildegardstatue vor der Hildegard-Gedächtniskirche in Bingerbrück.Ich folge einem neuen Set von Hildegardaufklebern und steuere als nächstes die Hildegard-Gedächtniskirche an. Das Gotteshaus aus dem späten 19. Jahrhundert beherbergt ein Reliquar von Hildegard und soll sehr schön ausgestaltet sein. Die Tür ist geschlossen und so erfreue ich mich stattdessen an der fein gearbeiteten Hildegardstatue im Vorhof.

Der große Hildegardweg setzt sich hier in Bingen in Form einiger letzter Informationstafeln fort. Keine Pilgerfragen mehr, aber noch ein paar spannende Daten und Fakten zu einem wichtigen Lebensabschnitt von Hildegard.

Öffentliches Wirken beginnt in Bingen

Mehr als 25 Jahre lang nahm sie von Bingen aus als viel gefragte Autorität und Ratgeberin eine beinahe öffentliche Rolle ein, lerne ich hier. Ihr Ruf als Seherin war ihr schon vorausgeeilt und die Binger bereiteten ihr einen großen Empfang, als sie 1150 mit rund 20 ihrer Schwestern an der Nahe entlang in die Stadt kam.

Bingen zählt zu dieser Zeit zu den ersten Orten am Rhein überhaupt, die bereits wirklich städtischen Charakter hatten, heißt es auf der Hildegardtafel am Museum am Strom. “Die Gründung der heutigen Metropolen wie München oder Berlin stand noch bevor.”

Bingen hingegen lag an einem Verkehrsknotenpunkt alter Römerstraßen und am Zusammenfluss von Rhein und Nahe und bot damit Anschluss an die großen Kommunikationsnetze der Epoche.

Bingen am Zusammenfluss von Nahe und Rhein.

Arbeitsreiche Zeiten für die berühmte Seherin

Miniatur aus dem "Buch der Göttlichen Werke"Hier beginnt die arbeitsreichste Zeit der berühmten Prophetin, die aufgrund ihrer Visionen mittlerweile den Beinamen “Posaune Gottes” erhalten hat. Statt nur innerhalb der Klostermauern zu wirken wie auf dem Disibodenberg, tritt Hildegard mehr und mehr in die Öffentlichkeit.

Sie schreibt Briefe mit Menschen aller Stände in ganz Mitteleuropa. Die Menschen wollten ihr Wort hören. Sie fragten um Rat in medizinischen Dingen, menschlichen Katastrophen oder Fragen des Glaubens. Briefe anerkannter Persönlichkeiten wurden damals öffentlich vorgelesen. Sie waren das wichtigste Medium ihrer Zeit.

Hildegard schreibt weitere Bücher und wird eingeladen in verschiedenen Städten vor Ort zu sprechen. In Mainz, Trier, Köln und vielen anderen Städten predigt sie in Klöstern, Kathedralen und öffentlichen Plätzen – überaus außergewöhnlich für eine Frau in jener Zeit.

Die Informationstafel vor der Pfarrkirche St. Rupertus und St. Hildegard widmet sich dem „Buch der Göttlichen Werke“, das letzte große Werk von Hildegard. Sie schrieb es in ihren 70ern. Es beschäftigt sich mit den vielschichtigen Beziehungen zwischen Kosmos und Mensch.

Der virtuelle Rupertsberg

Stelle des ehemaligen Rupertsberges.Gespannt bin ich auf den Rupertsberg, der von hinten kommend der nächste Halt auf dem Binger Hildegardweg ist. Hier hatte Hildegard im Alter von 52 Jahren ihr erstes eigenes Frauenkloster gegründet.

Wie befürchtet heute mit Abstand der am wenigsten besinnliche Ort der gesamten Pilgerreise!

Ein Sonnenstudio und Computerladen rahmen den Platz. Für eine Spurensuche braucht es ordentlich Fantasie: Der gesamte Berg wurde um 1857 für den Bau der Naheland-Eisenbahn gesprengt. Die Ruinen des Klosters (es hatte schon im 17. Jahrhundert unter dem 30-jährigen Krieg gelitten) verschwanden damit fast vollständig.

Pfeiler und Kellergewölbe

Virtuelle Rekonstruktion.Heute gibt es noch ein paar Pfeiler und ein Kellergewölbe, das 1998 unter großem Aufwand wieder hergerichtet wurde. Die Rupertsberger Hildegardgesellschaft nutzt es nun für eine Reihe von Veranstaltungen. Wegen Corona ist eine Besichtigung derzeit leider nicht möglich.

Eine weitere Hildegardtafel hilft der Vorstellungskraft der Pilger ein wenig auf die Sprünge.

Damit ist meine Runde in Bingen schon fast zu Ende, denn die Kreuzschwestern auf dem Rochusberg (Achtung! Rupertsberg vs. Rochusberg – sehr verwirrend!) möchte ich heute auslassen. Zu Lebzeiten Hildegards gab es dort keine Dependance, weswegen der hiesige Hildegard-Rundweg die Station auch gar nicht inkludiert.

Hildegardforum und Rochuskapelle

Rochuskapelle auf dem Rochusberg.Ich hatte Hildegardforum und Rochuskapelle bereits vor wenigen Wochen einen Besuch abgestattet und kann berichten, dass beides wirklich lohnende Ziele sind, wenn der Tag einmal mehr Stunden hat. Vom Stadtbahnhof gibt es einen Bus, der die Strecke zum etwas außerhalb gelegenen Berg verkürzt.

Hinter der Rochuskapelle, die deutlich größer und prachtvoller ist als der Name vermuten lässt, gibt es eine kleine Parkanlage mit herrlichen Ausblicken auf Rhein und Rheinhessen. Sehenswert auch der Altar in der Kirche.

Das Hildegardforum, das sich ganz der Vermittlung der Botschaften Hildegards widmet, liegt auf dem Weg zur Kapelle mit einem großen Außenbereich, Kräutergarten und Shop. Hier werden Tagungen ausgerichtet und Hochzeiten gefeiert. Das Restaurant kocht nach Empfehlungen von Hildegard – sehr schmackhaft, wie ich von meinem letzten Besuch weiß.

Geschichts-Projektoren

Blick durch den Geschichts-Projektor vor Burg Klopp.Heute begnüge ich mich mit dem Hildegardweg in Bingen direkt und lasse mich noch ein wenig von den „Geschichts-Projektoren“ der Stadt ins Mittelalter entführen. Kurz vor der Mündung der Nahe in den Rhein steht der erste. Es ist ein fest installiertes Fernglas, das auf die Position des ehemaligen Klosters am Rupertsberg ausgerichtet ist. In der Linse ist das Bild einer Rekonstruktion der Anlage nebst angenommener Umgebung aus dem 12. Jahrhundert integriert.

Eine ähnliche Projektion gibt es auf der Aussichtsplattform vor Burg Klopp. Die Höhenburg verlangt vom Wanderer nochmal einiges an Wadenkraft auf den steilen Treppen. Doch die fantastischen Ausblicke auf das Rhein-Nahe-Eck sind die Mühe wert. Im Übrigen ein wirklich feudaler Sitz für eine Stadtverwaltung.

Der zweite Projektor blendet beim Schwenk über die Weite eine Reihe weiterer historischer Bauwerke als Strichzeichnung ein.

Museum am Strom

Guter Abschluss des Binger Hildegardweges: Installation der Miniaturen aus der Scivias im Museum am Strom in Bingen.Ein Gemüsegericht in der gemütlichen Binger Fußgängerzone und ein nettes Gespräch später bin ich auch schon am Rhein und flaniere durch die gepflegten Gärten an der Promenade zum Museum am Strom – DAS erste Haus am Platze, wenn es um eine umfassende Aufarbeitung der Hildegardhistorie geht.

Die Ausstellung ist sehr umfangreich und ich empfinde sie als guten Endpunkt einer Tour. Vieles habe ich im Verlauf der vergangenen Woche schon gehört, so dass ich nun nicht erschlagen werde von den vielen Details.

Nette Extras sind die großen Modelle von Disibodenberg und Rupertsberg und der Einblick in die herrschende Forschungsdiskussion. Wem es zu kopflastig wird, der kann bei der sehenswerten Installation der Miniaturen aus der Scivias entspannen.

Hildegarten: “Wer dumm ist, nutze Betonie!”

Hildegarten am Museum am Strom.Neben dem Museum gibt es den offiziellen „Hildegarten“. Das Namensspiel ist beabsichtigt. Das heckenumgrenzte Areal ist frei zugänglich und stellt nach eigener Systematik die wichtigsten Nutzpflanzen aus den Büchern Hildegards dar. Inklusive Zweifeln an Teilen der Überlieferung.

Es gibt ein paar nette Schmankerl hier, die zum Schmunzeln anregen wie Hildegards Ausführungen zur Betonie: „Wer dumm oder einfältig ist, so dass der Verstand ihm mangelt, der zerstoße Betonienkraut zu Saft und lege es abends auf seine ganze Brust und er wird wieder zu Verstand kommen.“

Auf nach Rüdesheim!

Impressionen vom Rüdesheimer Hildegardweg: Seilbahn und Weinberge.Zurück am Rheinufer ist es Zeit für die wirklich letzte Etappe der gesamten Pilgerreise: Der Weg auf die andere Rheinseite zur Wallfahrtskirche St. Hildegardis.

Auch Rüdesheim hat seinen eigenen rund 7 Kilometer langen Hildegardweg. Der Rundweg beginnt am Bahnhof und führt sehr hübsch und steil durch die Weinberge, unter der Touristen-Seilbahn hindurch und zuletzt auf einem Teil des Rheinsteigs zur hoch am Hang gelegenen Abtei. Eine eigene Reihe von Infotafeln fasst noch einmal Leben und Wirken der Hildegard an verschiedenen Standorten zusammen.

Insgesamt ein sehr schöner Spaziergang, den ich bereits vor einigen Wochen erkundet hatte. Tatsächlich kam bei jener Gelegenheit im Mai überhaupt erst die Idee auf, „irgendwann einmal“ den gesamten Hildegardweg zu pilgern.

Wallfahrtskirche im Ort Eibingen

Das Ende der Pilgerreise: Schild an der Wallfahrtskirche St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen.Heute geht es mir nicht mehr ums Spazieren, sondern darum, Hildegard an ihrer letzten Ruhestätte die Reverenz zu erweisen. Ich kürze gnadenlos ab und begebe mich vom Bahnhof aus vorbei am Drosselgassen-Disneyland mit seinen Rüdesheimer Kaffees und amerikanischen Touristen direkt zum Ziel. Ohne Umwege durch liebliche Weinberge sind es nur 1.5 Kilometer zu Hildegard. Ich komme!

Die aktuelle Wallfahrtskirche wurde nach einer wechselhaften Geschichte 1935 auf den Überresten des zweiten Hildegardklosters fertiggestellt. Zu Hildegards Zeiten stand an dieser Stelle ein Augustiner-Kloster. Als es aufgrund von Hildegards Popularität am Rupertsberg in Bingen zu voll wurde, kaufte Hildegard 1165 die dann leerstehenden Gebäude in Rüdesheim-Eibingen und eröffnete im Alter von 67 Jahren eine erste Zweigstelle.

Benediktinerinnenabtei in den Weinbergen

Ziel des Rüdesheimer Hildegardweges: Abtei St. Hildegard in den Weinbergen oberhalb von Rüdesheim-Eibingen.Die Wallfahrtskirche ist verwirrenderweise nicht Teil der Abtei St. Hildegard. Das Benediktinerinnen-Kloster versteht sich zwar als Gründung der Heiligen Hildegard, liegt jedoch etwa 1,5 Kilometer oberhalb des originären Eibinger Klosterstandortes in den Weinbergen.

Der neuromanische Prachtbau der Abtei wurde erst 1904 errichtet und ist heute eine sehr lebendige Hildegard-Oase inklusive Bistro und Info-Raum. Texte und Filme führen Besucher tief in die Biographie Hildegards und das Klosterleben heute ein. Es gibt Seminare und Tagungen und natürlich Gottesdienste der Hildegard-Schwestern. Die große Kirche beeindruckt mit ihren Wandgemälden und der Shop mit einer riesigen Auswahl an Büchern von und über Hildegard, Tees und Kräutern, sowie allerlei anderen mehr oder weniger mit Hildegard verbundenen Produkten.

Und Wein! Es gibt Wein! Wie sind jetzt immerhin im Rheingau. Der Wingert rund ums Kloster wird von den Schwestern selbst betrieben und eine Verkostung mit Nonne ist jederzeit möglich. Ich kann berichten, dass der „Pilgertrunk“ ein sehr erfreulicher feinherber Riesling ist.

Zum krönenden Abschluss gibt es in der Abteikirche natürlich auch den Stempel zum Ende der Wanderschaft.

Pilgerlogistik am Rhein

Hildegard-Gemälde in der Wallfahrtskirche.Als Ortsunkundige habe ich ein bisschen gebraucht, bis ich die Pilgerlogistik in Bingen und Rüdesheim verstanden habe. Deswegen hier mal ein Überblick über die vier wichtigsten Orte mit Hildegardbezug:

  • Rupertsberg in Bingerbrück, der nur noch virtuell existiert (andere Seite der Nahe)
  • Rochusberg mit Hildegardforum auf einem Berg im Osten der Stadt Bingen
  • Neuzeitige Benediktinerinnen-Abtei St. Hildegard oberhalb von Rüdesheim-Eibingen in den Weinbergen
  • Wallfahrtskirche St. Hildegard auf den Mauern des ehemaligen Tochterklosters direkt im Ortsteil Rüdesheim-Eibingen mit den Reliquien

Auch wenn es hier keinen Stempel gibt, so ist die Wallfahrtskirche im Ort Eibingen ohne Zweifel der spirituelle Zielort des Pilgerwegs. Und so entscheide ich mich heute für das Zwiegespräch mit Hildegard und gegen Stempelsammeln und Shopbesuch.

Reverenz für eine große Frau

Die Kirche ist schön in ihrer Schlichtheit. Der goldene Schrein strahlt. Im Hintergrund ein feines Mosaik von Hildegards Gottesbild. Es ist das Abbild einer Miniatur zur christlichen Dreifaltigkeit aus ihrem Werk Scivias, dessen Inhalte und Fragestellungen mich für rund 140 Kilometer auf den Meditationstafeln begleitet haben. „Scivias“ heißt „Wisse die Wege“.

Der Abschluss dieses besonderen Weges ist ein Moment der Stille und Sammlung.

Die letzten Worte im Pilgerbuch entstammen dem Gedicht „Gespräch mit Hildegard“ von Schwester Caecilia Bonn OSB.

„Wie der Flaum einer kleinen Feder –
nicht zu besiegen vom Schwert –
möchte ich tanzen im Wind
der eigenen Schwere bar
gehalten nur von den Händen Gottes.“

Das Ende der Pilgerreise: Altarraum in der Wallfahrtskirche.

 

Bilanz:

  • Binger Hildegardweg: 4,8 Kilometer
  • Rüdesheimer Hildegardweg: 6,8 Kilometer
  • Zwei empfehlenswerte Sonntagsspaziergänge mit viel Sightseeing und Möglichkeiten zur Einkehr (doppelter Sinn beabsichtigt!)
  • Für Liebhaber historischer Stätten
  • Zwingende Ziele für die Pilgerreise
  • Tolle Kombinationen mit Besuch von Museum und Flanieren an der Rheinpromenade möglich
  • Als Double Feature inklusive Schifffahrt über den Rhein!

Persönliche Errungenschaften:

  • Bildungsschub in Sachen Geschichte rund um Hildegard
  • Leckere asiatische Gemüsepfanne
  • Erfolgreiche Flucht vor dem Rüdesheimer Kaffee
  • Beendigung der Pilgerreise ohne Stempel, aber mit Andachtskerze
  • Ehrerbietung und Würdigung einer wirklich großen und inspirierenden Frau
  • Hildegardfreundin für’s Leben?

 

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