Malaysia

Tempel, Moscheen und Kirchen: Penang ist bunt

Portugiesen, Niederländer, Engländer: Alle waren sie da und haben Malaysia geprägt. Arabische, persische und indische Händler führten 1414 den Islam ein. Chinesische Lohnarbeiter brachten Kultur und Buddhismus aus Fernost auf die malaiische Halbinsel. Heute leben in dem Vielvölkerstaat etwa 50% Malaien, 23,7 % Chinesen, 11 % indigene Völker (Orang Asli und Dayak), 7,1 % Inder und 7,8 % Sonstige (Europäer, etc.).

Der Mix der Kulturen ist vor allem in den Bundesstaaten offensichtlich, die weniger stark muslimisch geprägt sind. Dort stehen Moscheen neben Kirchen und Tempeln aller Art und bieten so ein erfreulich buntes Bild. 50-60% der Bewohner Malaysias sind gleichwohl Muslime, der Islam ist Staatsreligion (vgl. http://www.simone-viel.de/blog/neues-visum-72-hours-roadtrip-to-malaysia/).

Rückkehr in die Moderne…

Die Insel Penang mit ihren rund 1,5 Millionen Einwohnern dürfte dagegen ein Musterbeispiel für den Mix der Kulturen auf der malaiischen Halbinsel sein. Bei der Ankunft beeindrucken erst einmal die 13,5 Kilometer lange Brücke vom Festland zur Insel sowie die Vielzahl der vereinzelten, schmucklosen Wohnhochhäuser. So viele Autos! So viele Menschen! Nach bald fünf Monaten in einer ländlichen Region Thailands unterbrochen einzig von den Besuchen zweier autofreien Inseln stelle ich eine gewisse Entwöhnung bezüglich einer Reihe von modernen Standards fest.

…und in die Historie

Was die Insel Penang jedoch zu einem wirklichen Schmuckstück macht, ist die Altstadt der Hauptstadt George Town, die seit 2008 auch zum Weltkulturerbe zählt. Häuser aus der Kolonialzeit, eine Vielzahl chinesischer Pagoden, indische Tempel, christliche Kirchen und natürlich Moscheen prägen das Bild der Stadt. Geschäftiges Treiben und vielerlei Handwerksbetriebe bestimmen den Rhythmus in den engen Gassen.

Die Architektur fasziniert mit ihrer Exotik und ihrer unglaublichen Liebe zum Detail an Dächern, Giebeln und Fassaden. Und auch kulinarisch hat die Vielzahl der Einwanderer für eine erfreulich große Vielfalt gesorgt: Neben malaiischen Gerichten und Klassikern aus dem Nachbarland Thailand gibt es indische Curries in Little India, chinesische Suppen in Garküchen an jeder Ecke und natürlich das unvermeidliche westliche Essen jedweder Coleur. Ein Novum sind in jedem Fall die fancy softdrinks, die Malaysia zu bieten hat. Oder gibt es sonst noch irgendwo auf der Welt Chrysanthemen in Dosen?

Ein Streifzug in Bildern:

Leute in Penang:
http://www.simone-viel.de/blog/pulau-pinang-blicke-von-der-strase/

Das Glück in Penang:
http://www.simone-viel.de/blog/wo-das-gluck-wohnt/

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